1Nephi 6:4-6 Nephis Absicht

1Nephi 6:4-6

1Ne 6:4 Denn die Fülle von meiner Absicht ist, dass ich Menschen überzeugen möchte, zum Gott Abrahams und dem Gott Isaaks und dem Gott Jakobs zu kommen und gerettet zu sein,

1Ne 6:5 weswegen ich die Dinge, die für die Welt angenehm sind, nicht schreibe, sondern die Dinge die für Gott angenehm sind und für diejenigen, die nicht von dieser Welt sind,

1Ne 6:6 weswegen ich meinem Samen Gebot gebe, dass sie nicht diese Platten anfüllen sollen mit Dingen, die keinen Wert für die Menschenkinder haben.

Kommentar

Text

Struktur
Nicht für die Welt angenehm … für Gott angenehm und für diejenigen, die nicht von dieser Welt sind

Nephi verwendet hier einen antithetischen Parallelismus. Dieser enthält Worte, die einander entgegen gesetzt sind. Ein Beispiel findet sich im Jesaja 1:19-20. Dort wird „wenn ihr bereit seid zu hören“ den Worten „wenn ihr aber trotzig seid und euch weigert“ entgegen gestellt, sowie „sollt ihr den Ertrag des Landes genießen“ wird „werdet ihr vom Schwert gefressen“ entgegen gestellt. Die Gegensatzpaare verdeutlichen die Absicht.

 

Same

Siehe hierzu 1Nephi 5:17-18.

 

Weswegen

Im Englischen steht an vielen Stellen „wherefore“ (weswegen), wo wir „therefore“ (deswegen/deshalb) erwarten würden. Geht man allerdings davon aus, dass die Originalmanuskripte ohne Satzzeichen auskommen und diese erst vom Drucker hinzugefügt wurden, dann kann man viele Stellen auch als Nebensätze lesen, die mit „weswegen“ eingeleitet werden.

 

Inhalt

 

die Fülle von meiner Absicht .. die Dinge die für Gott angenehm sind .. , dass sie nicht diese Platten anfüllen sollen mit Dingen, die keinen Wert für die Menschenkinder haben.

Wir erfahren hier, was für Gott angenehm und wertvoll ist. Und das ist, Menschen zur Umkehr zu führen, damit sie mit Ihm Gemeinschaft haben und von Ihm errettet werden können.

Nephi schreibt auch, wie aus der kleinen Gruppe von Auswanderern in der Fremde eine Nation wird. Es ist der Versuch der Nephiten, das Reich Gottes zu errichten, eine neue Gesellschaftsform.

Bedenken wir: Dieser literarische Einschub handelt nicht von dem, was im Fluß der Geschichte passiert, sondern hier lesen wir den Nephi, der im hohen Alter seinen jugendlichen Bericht zusammenfasst und kommentiert.

 

 

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