1Nephi 4:1

1 Und es begab sich, daß ich zu meinen Brüdern sprach, indem ich sagte: Lasst und wieder hinauf gehen nach Jerusalem, und lasst uns glaubenstreu sein im Halten der Gebote Gottes; denn siehe er ist mächtiger als die ganze Erde, dann warum nicht auch mächtiger denn Laban seine fünfzig, oder gar denn seine zehntausenden?

Kommentar

Varianten

Denn statt als

Drei der Schreiber des Buches Mormon schrieben oftmals statt dem englischen „than“ (als) „then“ (dann). Die gleichen Schreiber verwendeten aber auch „than“. Sprachlich gesehen haben beide Worte die gleiche Abstammung, und auch im älteren Deutschen wird gibt es ein verwandtes Wort für den Vergleich, nämlich „denn“. Da wir nicht wissen, ob es sich um einen einfachen Fehler handelt, oder um eine absichtliche altertümliche Verwendung, verwende ich in diesen Fällen das deutsche „denn“.

Kal vaChomer meforash

(vom Größeren auf das Kleinere und umgekehrt)

Dies ist eine Erweiterung der Regel, die wir bei 1Nephi 3:31 besprochen haben. Es handelt sich um eine Rückbesinnung vom Größeren auf das Kleinere und wieder auf das Größere. „Wenn Gott mächtiger ist, als die Erde (das Größere), dann ist er auch mächtiger als Laban und seine fünzig (das kleinere), und selbst, wenn er zehntausende (das Größere) hätte, wäre Gott noch mächtiger.“, wobei das zweite Größere noch immer kleiner ist, als das erste.

Inhalt

Seine zehntausenden

Sicherlich konnte Laban, ein Militärkommandant, über mehr Kämpfer gebieten, als nur über fünfzig. Diese fünfzig stellen die permanente Besatzung einer Garnison dar, und nur über diese mußten sich Lehis Söhne Sorgen machen. Der Rest war im Feld und daher zu weit weg, um relevant zu sein. Ob ein Militärkommandant damals tatsächlich zehntausende Soldaten unter sich hatte, ist jedoch strittig. (siehe Hugh Nibley)

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2 Gedanken zu “1Nephi 4:1

  1. Anmerkung von Jens Curwy vom 17.04.2015 zu 1 Nephi 4:1
    Sehr interessant wie hier die militärische Objektivität geäußert wird. Ich stelle mir immer wieder die Frage, woher Joseph Smith jun. All diese Kriegskunst hätte wissen können, von denen im Buch Mormon so oft berichtet wird. Dies zeugt also von der göttlichen Macht, mit dem er dieses Buch übersetzt hat. Aber auch für mich ist es interessant, da es doch auch meinen Glauben stärken kann, wie es hier gut beschrieben wurde, da das zweite Größere immer noch kleiner als das erst Größere, nämlich Gott ist. Nun könnte sich jemand fragen, warum Gott Christen zurzeit wieder töten lässt. Wir kennen nicht die Wege Gottes und wissen nicht welche unrechtschaffenen Menschen er gegen welche einsetzt. Aber wir können wissen, daß das Blut der Rechtschaffenen gegen das Böse bei Gott als Zeugnis sprechen wird. Leicht gesagt für jemanden, der selbst keine Opfer zu beklagen hat oder selbst eines ist. Aber wir dürfen das Sühnopfer Jesu Christi nicht vergessen, welches hier ganz besonders zutrifft, da er es ja für alle Menschen vollbracht hat. Vergebung ist immer wieder ein Schlüsselwort im Evangelium. Im Namen Jesu Christi. Amen.

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