1Nephi 3:19,20

19 Und siehe, es ist Weisheit in Gott, dass wir diese Aufzeichnungen erlangen sollten, dass wir für unsere Kinder die Sprache unserer Väter erhalten mögen.

20 Und auch, dass wir ihnen die Worte erhalten mögen, die durch den Mund all der heiligen Propheten gesprochen worden sind, die ihnen durch den Geist und die Macht Gottes übermittelt worden sind, seit die Welt begann, bis zur jetzigen Zeit.

Kommentar

Inhaltlich

Weisheit in Gott

In der Weisheitsliteratur der Bibel (Hiob, Kohelet, Sprichwörter, Hohelied, Buch der Weisheit, einige Psalmen) wird Weisheit personifiziert. Im frühen Christentum wurde die personifizierte Weisheit mit dem Logos, mit dem Sohn Gottes gleichgesetzt.

Nephi erklärt hier seinen Brüdern, dass es dem Weltlichen Sinn nach zwar völlig unwesentlich sein möge, diese Schriften zu erlangen, aber für jemanden, der dem Geist Gottes nach versteht, ist es wesentlich.

Sprache

Wie Brant S. Gardner in seinem Buch “Second Witness: An Analytical and Contextual Commentary on the Book of Mormon” ausführt, hören wir hier von Nephi erstmals, daß ein Grund, warum die Platten so wichtig waren, darin lag, den Kindern die Sprache zu erhalten. Wenn wir an die Mulekiten denken, so haben diese die Sprache ihrer Väter verloren, und mit der Sprache auch einen Großteil der Kultur und des Glaubens. Und da gerade der Glaube der Grund war, warum die Familie Lehis auswanderte, wäre damit Gottes Absicht zunichte gemacht worden.

Durch den Mund aller heiligen Propheten

Wie wir schon besprochen haben, umfassten die Messingplatten die Schriften der 10 Stämme Israels und waren umfangreicher, als die vorexilischen Schriften im heutigen Alten Testament. Aus diesem Grunde haben die nephitischen Propheten, denen diese Schriften zur Verfügung standen, auch einen deutlich anderen Ton, als das, was die Propheten in Jerusalem ihren Zeitgenossen bringen konnten. Offensichtlich waren sie weit messianischer in ihrer Verkündigung – etwas, das die Tempelpriester und die Schriftgelehrten ablehnten.

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